Sexueller Missbrauch, Misshandlung und Gewaltanwendung in der Erziehung
Im
Jahr 2010 sind zahlreiche Fälle von sexuellem Missbrauch, von
Misshandlung und Gewaltanwendung in der Erziehung an Schulen und
Internaten in Deutschland bekannt geworden, zu einem großen Teil
auch an katholischen Einrichtungen. Auch gegen Ordensangehörige, die
in unserem Internat tätig waren, wurden Vorwürfe erhoben, die
größtenteils in die 50er und 60er Jahre zurückreichen, aber in
einem Fall auch die 80er Jahre betreffen.
Wir
haben diese Vorwürfe sehr ernst genommen und waren bestrebt mit den
Opfern in Kontakt zu kommen, uns bei ihnen zu entschuldigen für das
Leid, das ihnen von Mitbrüdern, die größtenteils schon verstorben
sind, angetan wurde und ihnen Hilfe anzubieten, falls sie diese
wünschten. Wir bedauern jedes in der Geschichte unserer
Einrichtungen geschehene Unrecht zutiefst.
Bei Vorwürfen gegen Ordensangehörige und Mitarbeiter in Einrichtungen der Deutsch-sprachigen Ordensprovinz der Oblaten des hl. Franz von Sales verfährt die Ordensleitung in Wien nach den Regelungen der deutschen Ordensoberenkonferenz. Leiter und Mitarbeiter sind angewiesen alle relevanten Informationen umgehend an die Ordensleitung zu melden.
Mit 22.11.2010 wurden die neuen „Leitlinien zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch Minderjähriger durch Ordensleute im Bereich der Ordensobernkonferenz e.V. (DOK)“ in unserer Ordensprovinz in Kraft gesetzt.
Ab sofort ist auch Frau Dr. Ilse Hackl neben P. Georg Dinauer Missbrauchsbeauftragte der Ordensgemeinschaft der Oblaten des hl. Franz von Sales. Hier ihre Adressen:
Dr.
Ilse Hackl (Psychotherapeutin)
Charagasse
3/49, A-1030 Wien
Telefon:
0043/664/9138950 (Mo bis Do erreichbar)
Mail:
ib.hackl@aon.at
P.
Mag. Georg Dinauer OSFS (Psychotherapeut)
Holeyplatz
1, A-1100 Wien
Telefon:
0043/699/11545532
Mail:
dinauer@osfs.eu
Betroffene Personen können sich auch an die Beauftragten der Bistümer wenden, ebenso an die Hotline der katholischen Kirche für Missbrauchsfälle: Telefon: 0800-120-1000.
Wir
sind bemüht in unserem Internat Vorkehrungen zu treffen, die
Missbrauch, Misshandlung sowie physische und psychische
Gewaltanwendung vorbeugen, in dem wir eine offene und kommunikative
Erziehung pflegen.
Dazu
gehören
-
zuallererst der gute und intensive Kontakt zu den Eltern der bei uns wohnenden Kinder und Jugendlichen,
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eine niederschwellige Beschwerdekultur, die es den Kindern und Jugendlichen erlaubt, sich gegen empfundenes Unrecht zu wehren,
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die Stärkung der Persönlichkeit der uns Anvertrauten,
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Transparenz unserer Erziehung nach außen, die sich auch in einem regelmäßigen Kontakt und Austausch mit den zuständigen Jugendämtern, z.B. in den Jugendhilfegesprächen ausdrückt,
-
die Kooperation mit Psychologen,
-
die Zusammenarbeit mit Schulen und Vereinen.
Das früher auch in unserer Einrichtung geschehene Unrecht sehen wir als Verpflichtung an, in der Gegenwart alle Anstrengungen zu unternehmen, damit sich Kinder, Jugendliche und Mitarbeiter wohl fühlen, ihre Talente und Begabungen entfalten können und zu mündigen Persönlichkeiten heranwachsen.
Informationen und Antrag auf Entschädigungen
Im folgenden finden Sie zwei PDF-Dateien. Die eine beschreibt Leistungen, die Sie als Missbrauchsopfer in Anspruch nehmen können, wie sie von der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlich wurden. Außerdem finden Sie hier einen Antrag auf Entschädigung als Missbrauchsopfer.
Sofern Sie Fragen zu diesen Dokumenten haben, stehen Ihnen die oben genannten Personen zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie unter www.hilfe-missbrauch.de.